Wohnungsbau beschleunigen

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Fraktion fordert Entbürokratisierung - Freistaat baut 1.000 Wohnungen
In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Finanzminister Dr. Markus Söder, der Fraktionsvorsitzende der Nürnberger Rathaus-CSU, Sebastian Brehm sowie Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas ihre Pläne für einen schnelleren Wohnungsbau vor.

Im Zuge der Flüchtlingskrise wird sich der Wohnungsmarkt zusehends anspannen. Daher sind dringende Weichenstellungen nötig, um mit einem ambitionierten Bauprogramm neuen Wohnraum zu schaffen.

Freistaat baut in Nürnberg 1.000 zusätzliche Wohnungen bis 2020

Dr. Markus Söder kündigte ganz konkret den Bau von 1.000 Wohnungen in Nürnberg bis zum Jahr 2020 durch den Freistaat Bayern an. Über das Siedlungswerk Nürnberg wird ein Hauptteil der Wohnungen für bis zu 2.500 Menschen auf einem Areal an der Regensburger Straße entstehen. Das Projekt hat ein Volumen von ca. 200 Mio. €, Baubeginn soll bereits im kommenden Jahr sein. Die Zeit der Problemanalyse sei vorbei, so der Finanzminister - nun müsse gehandelt werden.

Bauflächen schneller mobilisieren - Verfahren beschleunigen

Sebastian Brehm stellte den Antrag seiner Fraktion vor, Bauflächen schneller zu mobilisieren, restriktive Bebauungspläne zu lockern und die Verfahren durch Entbürokratisierung zu beschleunigen. Zu Konkurrenzsituationen auf dem Wohnungsmarkt dürfe es nicht kommen, so der Fraktionschef. Auch sollen gezielt Modul- und Hybridbauweisen zum Einsatz kommen, die eine schnelle Errichtung bei hohen Qualitätsstandards ermöglichen. Im Nachgang einer kurzfristigen Nutzung als Flüchtlingsunterkunft können solche Module z.B. neu arrangiert und zu bezahlbaren Mehrzimmereinheiten für eine herkömmliche Mietwohnungsnutzung umgebaut werden.

Flächen zügig in den Markt geben - Preisbindung für bezahlbare Mieten

Dr. Michael Fraas kündigte an, städtische Flächen nun möglichst schnell in den Markt zu geben. Bauträger, die bereit sind langjährige Bindungen an eine Mietpreisbegrenzung einzugehen, sollen dabei den Zuschlag erhalten. Doch nicht nur im unteren Preissegment sind Maßnahmen nötig. Die Mittelschicht darf man nicht aus dem Auge verlieren, so der Wirtschaftsreferent.  Junge Familien an der Schwelle zum Eigenheim müssen durch Fördermaßnahmen in die Lage versetzt werden ihr Haus auch zu bauen. Auch das entlaste den Wohnungsmarkt und schaffe Freiraum im mittleren und unteren Segment.

 

Zum Antrag Wohnungsbau beschleunigen - Rahmenbedingungen verbessern

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