Wohnungsbau voranbringen

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Planungen für "Tiefes Feld" erweitern
Im Westen der Stadt wird derzeit eine der letzten großen Flächen für die städtebauliche Entwicklug Nürnbergs beplant. Ein neuer Stadtteil wird entstehen und die CSU-Stadtratsfraktion setzt sich dafür ein, dass dort mehr Wohnungen entstehen können als ursprünglich gedacht. Denn jedes Jahr fehlen in Nürnberg über 2.000 zusätzliche Wohnungen.

Das Planungsgebiet "Tiefes Feld" im Westen der Stadt ist eine der letzten großen zusammenhängenden Flächen die in Nürnberg für eine städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehen. Weit über 1.000 Wohnungen dazu Gewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungen sollen dort entstehen. Bereits im Jahre 2009 wurden in einem offenen Wettbewerb Ideen für die Entwicklung des Areals gesammelt. Letztes Jahr wurde in einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung die bisherigen Planungen vorgestellt. Derzeit arbeitet die Verwaltung an der Umsetzung in konkretes Baurecht.

"Die Situation auf dem Nürnberger Wohnungsmarkt hat sich seit der Zeit des Architekturwettbewerbs stark verändert. Uns fehlen jedes Jahr zusätzlich mehr als 2.000 Wohneinheiten und die Entwicklung der letzten Jahre bei Mieten und Grundstückspreisen zeigt dramatisch, dass wir gegensteuern müssen wo wir nur können, wir müssen bauen, bauen, bauen"  Stadtplanungssprecher Joachim Thiel

Das Neubaugebiet "Tiefes Feld" bietet dabei optimale Voraussetzungen, um an sich ändernde Bedingungen angepasst zu werden. Durch die in Bau befindliche U-Bahn-Linie U3 ist hier zudem eine besonders leistungsfähige ÖPNV-Erschließung gegeben.

"Der anhaltend schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt in Nürnberg würde durch Vergrößerung des Gebietes und weitere Verdichtung Rechnung getragen. Wenn wir hier die Chance haben, mehr Wohnraum zu schaffen ohne nochmal ganz auf Anfang in den Planungen springen zu müssen, sollten wir sie nutzen", so Sebastian Brehm, CSU-Fraktionsvorsitzender. "Für ein Gebiet, das sich derzeit noch in der Planungsphase befindet, ist das eine willkommene Gelegenheit schnell, effektiv und ohne große Kosten erheblich mehr Wohnraum zu schaffen."

Die Stadt Nürnberg soll nun prüfen wie zum jetzigen Stand der Planung das Neubaugebiet noch besser ausgenutzt werden kann und inwieweit eine Erweiterung der Bauflächen oder eine Aufstockung der geplanten Geschosshöhen möglich ist.

Joachim Thiel weiter: "Andere Städte haben vorgemacht, dass verdichtetes urbanes Wohnen bei hoher städtebaulicher Qualität möglich ist. Die Situation ist heute eine andere und wir können in dieser Situation keine aufgelockerten Stadtrandsiedlungen mehr planen. Angesichts der Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt müssen wir die vorhandenen Flächenpotenziale besser ausnutzen. Die baurechtlichen Instrumentarien dafür gibt es inzwischen. Die Baunutzungsverordnung lässt jetzt die Neuanlage verdichteter urbaner Stadtteile zu. Inzwischen wurden in den Satzungen der Stadt die Abstandsflächen herabgesetzt. Das gibt uns nicht nur die Möglichkeit an der einen oder anderen Stelle ein oder zwei Etagen höher zu bauen. Vor allem im Bereich entlang der Rothenburger Straße haben wir die Chance, jetzt einen lebendigen, interessanten neuen Stadtteil entstehen lassen.

Es sollte auch kein Tabu sein, etwa zum Europa-Kanal-Ufer hin, über interessant gestaltete Hochhäuser nachzudenken. Das muss eben architektonisch gut gemacht sein." Joachim Thiel

Auch für Nürnberg als Hochschulstadt böte sich eine Perspektive.

"Einer der Wohntürme könnte auch ein Studentenwohnheim sein, mit der U3 wäre es umsteigefrei nicht einmal eine Viertelstunde zur Technischen Hochschule oder zur WiSo-Fakultät", so Thiel.

In ihrem Antrag fordert die Stadtratsfraktion zu klären, wie viele zusätzliche Wohnungen auf diese Weise entstehen könnten und wie man Mehrkosten für die zusätzliche Infrastruktur kompensieren und gegenfinanzieren kann.

Zum Antrag: Mehr Wohnungen im Plangebiet "Tiefes Feld"

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