Wahlaufruf für Frauen

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CSU-Stadträtin Barbara Regitz unterstützt Wahlaufruf von "erfolgsfaktor FRAU e.V."

Acht Tage vor der anstehenden Bundestagswahl ruft der Nürnberger Verein erfolgsfaktor FRAU e.V. zusammen mit vielen Frauenverbänden aus der Region alle wahlberechtigten Frauen auf, ihr Wahlrecht zu nutzen und sich damit für Gleichberechtigung, Toleranz und Demokratie einzusetzen.

„Seit der Einführung des Wahlrechts für Frauen vor knapp 100 Jahren haben wir viel zum Thema Gleichberechtigung erreicht. Vieles davon wird in Frage gestellt, sollten rechtspopulistische Parteien nun in den Bundestag einziehen,“ so Claudia Specht, Vorstandsvorsitzende des Vereins bei einer Aktion in der Straße der Menschenrechte am heutigen Freitag.

Frauen mussten lange und hart für ihr Wahlrecht kämpfen. Dennoch lag seit 1953 die Wahlbeteiligung von Frauen regelmäßig bei Bundestagswahlen unter der von Männern. Würde sich dieser Trend fortsetzen, könnten die Konsequenzen dieses Jahr verheerend sein. Denn bundesweit werden populistisch, rassistisch und tendenziell frauenfeindlich argumentierende Parteien prozentual häufiger von Männern gewählt. „Wir Frauen haben eine Gestaltungsmacht, denn wir sind viele und können einen Rechtsruck verhindern“, sagte Claudia Specht. Laut Bundeswahlleiter sind bei der Bundestagswahl fast drei Millionen mehr Frauen wahlberechtigt als Männer.

„Trotz aller Gleichstellungsbemühungen der vergangenen Jahre gibt es noch viel zu tun“, ergänzte Natalie Keller, 2. Vorsitzende des Vereins erfolgsfaktor Frau e.V.  Denn es gebe immer noch geschlechtsbedingte Lohnungleichheit, verdeckte Karrierehindernisse, eine geringe Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen und überproportional häufig unterbrochene Erwerbsbiografien, prekäre Beschäftigung, Arbeit im Niedriglohnsektor sowie Armut und Altersarmut. „Frauen können mit einer hohen Wahlbeteiligung viel bewegen. Sie können ihre Stimme für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt, für Respekt, Toleranz und Mitmenschlichkeit und für eine demokratische Gesellschaft abgeben. Sie können Parteien wählen, die für eine gleichberechtigte Gesellschaft stehen!“ Denn wo sich Engstirnigkeit, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtspopulismus breitmachten, stünden immer auch die Rechte der Frauen auf dem Spiel.

1918 durften Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen. Für dieses Wahlrecht mussten sie lange und hart kämpfen. 82 Prozent der Frauen drängten damals an die Wahlurnen und entschieden über die Zusammensetzung der Deutschen Nationalversammlung. “Lassen Sie uns diese hohe Wahlbeteiligung dieses Jahr wieder erreichen“, ruft Claudia Specht den Frauen zu.

Die Liste der unterstützenden Frauen- und sonstigen politischen Organisationen finden Sie auf der Website von erfolgsfaktor FRAU e.V.

 

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