Zukunft der Nahversorgung in Nürnberg

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Antragsteller(in): Sebastian Brehm

Datum: 28.01.2013

Antrag:

Die Verwaltung berichtet im Laufe der Beratungen zum „Zentrenkonzept“ über Möglichkeiten zum Erhalt und zur evtl. Verbesserung der fußläufigen Nahversorgungsmöglichkeiten in den Wohngebieten sowie die dafür notwendigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen.

Begründung:

Die jüngsten Nachrichten über die drohende bzw. erfolgte Schließung diverser Nahversorger, z.B. Edeka in der Ingolstädter Straße, am Heilbronner Platz und am Hauptmarkt sind bedenklich.

Einerseits erfreuen sich mit dem Auto gut erreichbare Einkaufsmärkte großer Beliebtheit, andererseits werden insbesondere aufgrund des demographischen Wandels zunehmend Nahversorgungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft, die gut zu Fuß erreichbar sind, benötigt. Dies gilt auch für Familien mit Kindern.

Die Ursachen für den Rückzug von Nahversorgern vor Ort sind vielschichtig. Oft können diese Nahversorger wohl nicht mehr rentabel betrieben werden.

Die fußläufige Nahversorgung in den Wohngebieten ist ein generationenübergreifendes Thema, das grundsätzlicher Überlegungen bedarf. Allerdings lassen sich Schließungen von Nahversorgern nicht durch Stadtratsbeschlüsse oder planwirtschaftliche Überlegungen verhindern. Vielmehr müssen neue Wege gegangen werden, die ein „ganzheitliches“ Vorgehen erfordern, insbesondere unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, stadtentwicklungspolitischer und stadtplanerischer Aspekte.

Inwieweit ist auch eine Änderung des Einkaufsverhaltens der Bürgerinnen und Bürger Voraussetzung? Letztendlich müssen die fußläufigen Nahversorgungsmöglichkeiten entsprechend genutzt werden, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Die anstehenden Beratungen zum Zentrenkonzept sollten daher genutzt werden, um Antworten auf diese wichtigen Fragestellungen zu finden. Insbesondere hinsichtlich der von Unterversorgung bedrohten oder bereits jetzt schlecht versorgten Stadtteile (z.B. Fischbach, Laufamholz oder Maiach).

Hierbei sind umfassend alle Aspekte zu beleuchten, auch unter Hinzuziehung von Expertenrat der Unternehmen (Nahversorger), der Bürger- und Vorstadtvereine sowie aus anderen Städten.