Unterstützung für Sportvereine mit eigenem Gelände

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Antragsteller(in): Max Müller, Marcus König 

Datum: 18.07.2014

Antrag: 

Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept, wie künftig Sportvereine mit eigenen Anlagen im Rahmen aller Fördermöglichkeiten besser unterstützt werden können. Besitz und Betrieb eigener Gelände darf nicht zum Nachteil für Vereine werden. Der BLSV ist als wichtiger Partner der Vereine in diese Konzeption mit einzubeziehen.

Darüber hinaus wird geprüft, mit welchen kurzfristigen Maßnahmen akut in Finanznot befindliche Vereine unterstützt werden können. Die Stadtkämmerei wird beauftragt, entsprechende Möglichkeiten zu benennen und kurzfristig umzusetzen.

Begründung:

Zahlreiche Sportvereine in Nürnberg betreiben eigene Sportanlagen auf vereinseigenem Gelände. Dies bringt für die Vereine jedoch nicht nur Vorteile mit sich, sondern z. T. auch erhebliche Lasten – insbesondere finanzieller Art.

Einige dieser Vereine sehen sich größeren „Altlasten“ in Form finanzieller Verpflichtungen - auch an die Stadt Nürnberg, z.B. aus Straßenausbaubeiträgen - gegenüber. Kostenbeiträge im fünfstelligen Bereich und z.T. seit Jahrzehnten anwachsende Zinsen belasten einige Vereine bis an die Grenze der Zahlungsfähigkeit und verhindern somit wichtige Investitionen in die eigentliche Vereinsarbeit. Sofern in solchen Vereinen jedoch gesunde Strukturen vorhanden sind und wirtschaftlich gehandelt wird – so dass ein an sich rentabler Betrieb möglich ist – muss es für die Stadt von größtem Interesse sein, den Vereinsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Aus Sicht der CSU-Stadtratsfraktion ist es unbedingt nötig, Lösungsansätze für notleidende Sportvereine zu entwickeln und diesen unbürokratisch zu helfen. Zinslose Stundungen, Erlasse von aufgelaufenen Zinsen, etc. können dabei Instrumente zur schnellen Hilfe im akuten Fall sein. Hier ist die Stadtkämmerei gefragt, wie in solchen Fällen im Zusammenhang mit städtischen Forderungen ggü. Vereinen verfahren werden kann. Darüber hinaus muss die Stadt jedoch weitergehende Ansätze schaffen um die generelle Unterstützung für Vereine mit eigenen Sportanlagen künftig nachhaltiger, effektiver und unbürokratischer zu gestalten.

Auch anlässlich der Sportrundfahrt am 18.07.2014 wird deutlich, welchen Belastungen Traditionsvereine ausgesetzt sind, wenn z.B. Sanierungen anstehen. Ein Sportverein braucht finanziell „Luft zum Atmen“ um Investitionen zu stemmen, Vereinsanlagen in Betrieb zu halten und den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Die Stadt Nürnberg hat Verantwortung der Vereine gegenüber, denn sie sind es, die mit viel ehrenamtlichem Engagement in Jugendarbeit, Gesundheit oder Integration, soziale Aufgabe erfüllen, welche die Stadt in diesem Umfang nicht zu leisten im Stande wäre.