Verkehrssituation am Bahnhofsvorplatz

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Antragsteller(in): Marcus König, Andreas Krieglstein

Datum: 17.10.2014

Bereits in ihrem Antrag vom 09.06.2011 forderte die CSU-Stadtratsfraktion entscheidende Verbesserungen für die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern am Bahnhofsvorplatz.

In einer Umfrage des Radfahrerverbandes ADFC wurde im August dieses Jahres der Bereich am Bahnhofsplatz als größtes Sicherheitsrisiko stadtweit bewertet. Zusammen mit der unbefriedigenden und staufördernden Ein- und Ausfahrsituation für Taxen und Kurzzeitparker besteht hier seit Jahren ein massiv verbesserungswürdiger Zustand.

Darüber hinaus bietet der Platz durch die derzeitige Aufteilung wenig Aufenthaltsqualität und die Wegeführung erlaubt es Fußgängern nicht, auf direktem, oberirdischen Weg vom Bahnhof in die Altstadt zu gelangen. Ein Manko, dass insbesondere bei Touristen einen negativen Eindruck hinterlässt. Auch zeugen zahlreiche Querungen der mehrspurigen Straße (direkt auf Höhe des Haupteinganges) durch Fußgänger vom Bedarf einer solchen oberirdischen Verbindung.

Das Bahn-Parkhaus sowie die dazugehörige Einfahrt sind unserer Meinung nach – insbesondere für Ortsunkundige – schwer auf Anhieb zu erkennen und von der Einfahrsituation her so ungünstig gelegen, dass dadurch unnötiger Druck auf die ohnehin belasteten Kurzzeitparkplätze ausgeübt wird.

Im weiteren Verlauf der Straßenführung, um die zentrale Mittelinsel für Straßenbahn- und Buslinien herum, besteht eine belastete Verkehrssituation auf Höhe des Grand Hotel. Dort wird eine Fahrspur quasi konstant von Taxen sowie an- und abfahrenden Hotelgästen belegt. Eine geregelte Nutzung der Abbiegespur nach rechts zum Königstorgraben ist vor allem in den Hauptverkehrszeiten praktisch unmöglich.

Mit einigen unspektakulären Maßnahmen sowie kleinen Eingriffen in die Verkehrsführung und Aufteilung im gesamten Bereich am und um den Bahnhofsvorplatz, könnten dort wesentliche Verbesserungen erzielt werden.

Antrag: 

Die Verwaltung wird beauftragt eine Planung zu entwerfen, die am Bahnhofsvorplatz folgende Veränderungen berücksichtigt und prüft.

  • Die Lage und Führung der Radwege unmittelbar vor dem Bahnhof wird in Zusammenarbeit mit dem ADFC analysiert, optimiert und durch geeignete Maßnahmen die Sicherheit für Radfahrer erhöht.
  • An einer der ohnehin vorhandenen Lichtsignalanlagen für Kraftfahrzeuge wird eine signalisierte Fußgängerquerung eingerichtet um eine oberirdische Verbindung zwischen Bahnhof, Straßenbahn- und Bushalt sowie weiterführend in die Altstadt zu schaffen.
  • Die Anordnung von Taxi- und Kurzzeitparkplätzen vor dem Bahnhof wird getauscht. Die neue Einfahrsituation zum Kurzzeitparkplatz wird mit der Einfahrt zum Bahn-Parkhaus – zumindest optisch – kombiniert. Das Parkhaus wird dadurch besser wahrgenommen, häufiger auch von Kurzzeitparkern genutzt und der Parkdruck so besser auf beide Parkmöglichkeiten verteilt.
  • Die Aufenthaltsqualität am Bahnhofsvorplatz wird durch die Anlage von zusätzlichen Bäumen aufgewertet. Diese könnten z.B. im Umfeld des Kurzzeitparkplatzes (jetziger Taxiparkplatz) entstehen und so die Sichtachse auf den Bahnhof beleben.
  • Vor dem Grand Hotel wird die ohnehin durch Taxen und Hotelgäste genutzte zweite Spur in eine verbreiterte Gehweg- und Hotelanfahrtsgestaltung integriert. Dadurch kann sowohl die Außengestaltung vor dem Grand Hotel aufgewertet als auch eine „belastbarere“ An-, Abfahrt- und Wartezone für das Hotel geschaffen werden. Die separate Abbiegespur nach rechts zum Königstorgraben könnte entfallen.

Sowohl für die Bewirtschaftung des Parkhauses, als auch für den Hotelbetrieb ergeben sich aus den genannten Maßnahmen positive Effekte. Die Verwaltung nimmt daher Kontakt zur Deutschen Bahn sowie den Hotel-  und Parkhausbetreibern auf und erörtert die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei den entsprechenden Umgestaltungen.