Sicherung des Fachkräftebedarfs

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Antragsteller(in): Thomas Pirner

Datum: 10.11.2014

 

Antrag:

Die Verwaltung berichtet über die bisherigen Aktivitäten zur Fachkräftesicherung. Sie erarbeitet eine Strategie zur Fachkräftesicherung, die u.a. berücksichtigt:

-        Berufsorientierung in der Schule; Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs Schule

-        Ausbau branchenübergreifender Informationssysteme zu verfügbaren Aus-bildungsplätzen

-        Schulabgängerquote ohne Abschluss reduzieren

-        Kooperation von Schule Wirtschaft beim Übergang in die Ausbildung oder das Studium

-        MINT-Fächer stärken

-        Vereinbarkeit von Familie und Beruf; Familienfreundlichkeit in den Unternehmen

-        Förderung des „Wiedereinstiegs“ von Frauen in den Beruf

-        berufsbegleitende Weiterbildung und Höherqualifizierung

-        Anreize zum Wiedereinstieg, zum Umstieg und zur längeren Berufstätigkeit „älterer“ Fachkräfte

-        Verbesserung der Qualifizierungsangebote für arbeitsuchende Bewerber

-        Aktivierung, Qualifizierung und Umschulung Arbeitsloser

-        Aktivierung ausländischer Fach- und Führungskräfte

-        Vermeidung der Abwanderung von Fachkräften ins Ausland

-        Unterstützung der Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften im Ausland und Unterstützung der Fachkräfte durch eine Beratungsservice (z.B. Welcome Service Center)

-        Bewusstseinsschärfung der Unternehmen zum Thema Fachkräftesicherung.

Begründung:

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist eine der großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen - auch in Nürnberg. Der Wettbewerb um die besten Köpfe - teilweise auch als „war for talents" bezeichnet - betrifft verschiedenste Qualifikationsebenen und nicht nur wissens- und technologieintensive Branchen. Er beginnt bereits bei den Ausbildungs-plätzen. Denn es gelingt nicht mehr, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Dies haben zuletzt die Standortumfrage 2014 der IHK Nürnberg für Mittelfranken und die jüngsten Arbeitsmarkt-zahlen für die Region gezeigt. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal wird immer mehr zu einem „harten“ Standortfaktor, gerade im Zuge des demographischen Wandels.

Daher bedarf es einer transparenten sowie lokal und regional koordinierten Strategie zur Fachkräftesicherung - auch um die kleinen und mittleren Unternehmen effektiv zu unterstützen. Ziel ist es, Angebot und die Nachfrage von Fachkräften in Einklang zu bringen („matching“).  Zu den hierfür erforderlichen Maßnahmen gehören u.a. die Zahl der Schul-abgänger ohne Abschluss zu reduzieren, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Nutzung der Potentiale älterer Menschen, Arbeitsloser oder Menschen mit Migrationshintergrund. Grundlage für eine Strategie zur Fachkräftesicherung ist ein Monitoring der Situation, gekoppelt an demographische Analysen.