Hortplatzsituation 2014 / 2015

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Antragsteller(in): Anreas Krieglstein, Barbara Regitz, Prof. Dr. Wolfram Scheurlen

Datum: 10.11.2014

 

Begründung:

Bei den Hortanmeldungen im Februar 2014 mussten circa 1.900 Absagen an Familien in Nürnberg erteilt werden. Der Referent für Jugend, Familie und Soziales sowie Reiner Prölß versprachen damals, die Eltern dabei zu unterstützen, mit Schuljahresbeginn im September 2014, eine zufriedenstellende Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind zu erhalten. Offenbar konnte dieses Versprechen bislang nicht eingehalten werden. Das geschaffene Hort-Notprogramm ist allenfalls ein kurzfristiges Provisorium, das für die betroffenen Kinder eine inakzeptable Mehrbelastung nach der Schule darstellt und das keinesfalls zementiert werden darf. Die Rückmeldungen vieler Eltern (siehe unter anderem Bericht in der NN vom 11.10.2014) lassen erkennen, dass gerade für Familien in denen beide Elternteile berufstätig sind, keine Lösung gefunden wurde und damit die Glaubwürdigkeit der Hort-Bedarfsumsetzung gefährdet ist.

Antrag:

1) Die Verwaltung legt einen Bericht über die Hortsituation in Nürnberg für das Schuljahr 2014/2015 vor. Insbesondere wird dargelegt - wie viele Kinder in den Horten am jeweiligen Schulstandort abgelehnt und auf andere Einrichtung verwiesen wurden. - in wie vielen Fällen eine Mittagsbetreuung angeboten werden konnte. - wie häufig ein Shuttle-Service zum Zentralhort angeboten und ob dies von den Eltern angenommen oder abgelehnt wurde.

2) Die Verwaltung überprüft den Kriterienkatalog zur Vergabe der Hortplätze in Nürnberg im Hinblick auf die Anforderungen von Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind.

3) Des Weiteren zeigt die Verwaltung Handlungswege auf, wie mit der ansteigenden Bedarfssituation in manchen Stadtteilen umgegangen wird. Sie legt dar, wie künftig der Bedarf an den jeweiligen Schulstandorten ermittelt wird. Als Beispiel wird über die Situation in den Siedlungen Süd berichtet, wo trotz des Neubaus eines Kinderhortes eine langfristige Unterversorgung besteht.

4) Die Verwaltung berichtet den Stand der Etablierung einer zentralen, verbindlichen, ggf. web-basierten Anmeldung für wohnortnahe Hortplätze, um Mehr-fachanmeldungen zu vermeiden und damit zeitnahe, verbindliche Belegungspläne zu erstellen.