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Anschluss von Buchenbühl an die Gräfenbergbahn


Antragsteller: Marcus König, Joachim Thiel

Datum: 07.03.2016

 

Anschluss von Buchenbühl an die Gräfenbergbahn

Im letzten Stadtplanungsausschuss wurde über die möglichen Neuansiedlungen in Buchenbühl gesprochen.

Derzeit ist die ÖPNV-Anbindung des Stadtteils nur durch die Buslinie 21 gegeben. Diese Erschließung wäre im Zuge einer Erweiterung der Siedlungen in Buchenbühl unzureichend.

Buchenbühl wird von der Bahnlinie R 21 (Gräfenbergbahn) durchquert, die Nürnberg-Nordostbahnhof mit dem 29 km entfernten Gräfenberg im Stundentakt bzw. Eschenau im Halbstundentakt mit modernen Nahverkehrszügen verbindet.

1983 schloss die Bahn den Haltepunkt 'Nürnberg-Buchenbühl' an der damals stilllegungs-bedrohten und nur noch schwach befahrenen Strecke. Nachdem viele Jahre zuvor auch der Haltepunkt 'N-Ziegelstein' am Bierweg aufgelassen wurde, halten die Züge nach der Abfahrt am Nordostbahnhof seitdem nicht mehr auf Nürnberger Stadtgebiet.

Das ist ein verkehrspolitischer Anachronismus, der wohl noch aus der Zeit vor dem Verkehrsverbund - als sich VAG und Bahn nicht als integriertes Verkehrsangebot, sondern als Konkurrenten begriffen - herrührt. Aus heutiger Sicht mutete der Umstand, dass eine S-Bahn an Stadtteilen - die im Parallelverkehr nur umständlich und durch schlechte Busangebote bedient werden - vorbeifährt .

Die Gräfenbergbahn, an der die prosperierenden Gemeinden Kalchreuth, Heroldsberg und Eckental als Zwischenstationen liegen, wurde bereits vor etlichen Jahren grundlegend saniert, modernisiert und mit Taktfahrplan in den VGN-Verbund integriert. Stündlich bis nach Gräfenberg und halbstündlich bis Eckental. Buchenbühl wurde dabei vergessen.

Die Bahn ist komfortabel, schnell und fast immer zuverlässig. Die Verkehrsanbindung von Buchenbühl - in S-Bahn-Qualität mit der Regionalbahn - wäre hochattraktiv: der Zug braucht vom NO-Bahnhof bis nach Heroldsberg nur 8 Minuten, bis ins halb so weit entfernte  Buchenbühl dann ungefähr 4 Minuten, bei Zwischenhalt in Ziegelstein / Bierweg vielleicht 5 Minuten. Gegenüber heute 12 Minuten mit dem Bus wäre das eine signifikante Verbesserung im Netz.

Daher stellt die CSU-Stadtratsfraktion zur Behandlung im  zuständigen Ausschuss folgenden 

Antrag:

  • Die Verwaltung legt da, welche Voraussetzungen erforderlich  sind, die  R21 in Buchenbühl und in Ziegelstein-Ost (Bierweg) planmäßig halten zu lassen.
  •  Dabei sind insbesondere folgende Fragen zu klären:

    1. Welche Kosten entstünden durch die Wiederinbetriebnahme der beiden Haltepunkte bei normaler Ausstattung? Wie hoch wäre Anteil der Stadt Nürnberg an den Kosten der Investition?
    2. Mit welcher Anzahl an Fahrgästen aus Buchenbühl und Ziegelstein wäre in der Regionalbahn zu rechnen. Inwieweit verbessert sich dadurch deren Auslastung? Wie hoch schätzt die Verwaltung die induzierten zusätzliche Nachfrage durch die durch Komfort und erhebliche Fahrzeitverkürzung attraktivere Verbindung?
    3. Wurde im Rahmen der Untersuchung über die im NVEP vorgeschlagene und bislang in verschiedenen Gutachten kontrovers beurteilte Durchbindung der Gräfenbergbahn über den Güternordring zur Rangaubahn, das Fahrgastpotenzial aus Buchenbühl und Ziegelstein-Ost berücksichtigt? Ergäben sich insoweit Änderungen?
    4. Welche Auslastung hat die Buslinie 21 zwischen Nordostbahnhof und Buchenbühl, welches Fahrgastaufkommen (Ein- und Aussteiger) hat sie werktäglich an den jeweiligen Haltepunkten und wie hoch ist das kalkulatorische Betriebsergebnis (Verlust) auf dieser Linie?