Parkplatzoffensive in der Altstadt

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Antragsteller: Marcus König, Dr. Otto Heimbucher

Datum: 25.07.2016

 

Parkplatzoffensive in der Altstadt

In der Nürnberger Altstadt und vielen angrenzenden Stadtvierteln kommt es nahezu allabendlich zu einem intensiven Suchverkehr nach Parkplätzen, und zwar sowohl für Anlieger (auch in den Anwohner-Parkzonen) als auch für Besucher aus anderen Stadtvierteln und von außerhalb. Gleichzeitig stehen in öffentlich zugänglichen Parkhäusern in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden viele Parkplätze leer. Dabei gibt es allein in der Altstadt rund 4.100 Stellplätze in Parkhäusern, die eben in diesen Zeiten oftmals schlecht oder nicht ausreichend genutzt sind.

Von den Betreibern der Parkhäuser besteht zumindest Interesse daran, die vorhandene Kapazität besser zu nutzen und auch Anwohnerparken in den Parkhäusern zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es in der Stadt zahlreiche private Tiefgaragen, die außerhalb der Büro- und Einkaufszeiten ebenfalls nicht voll genutzt sind. Andererseits besteht bei vielen Altstadtbewohnern und Besuchern der Altstadt der Wunsch, dass vor allem die attraktiven Plätze in der Altstadt zukünftig weniger als – z.T. auch unrechtmäßige - Abstellflächen für PKWs genutzt werden.

Durch eine bessere Nutzung der vorhandenen Stellplätze in den Parkhäusern und möglicherweise auch in den privaten Tiefgaragen könnte eine Entspannung der Situation erreicht werden und damit auch eine Verbesserung im öffentlichen Raum. Es sollte Ziel sein, zusammen mit den Betreibern der Parkhäuser und der privaten Tiefgaragen ein aktives Parkplatzmanagement einzuführen, damit künftig dort auch preiswertes Anwohnerparken in den Abend- bis Morgenstunden ermöglicht wird.

Eine weitere Möglichkeit die Parkraum-Situation – insbesondere auf den städtisch bewirtschafteten Parkflächen - zu entlasten, wäre eine Ausdehnung der z.Zt. nur sporadisch vorhanden Parkplätze für Kleinstwagen. Der Anteil an Fahrzeugen mit einer Länge von weniger als 3,5 Metern hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein solch verkürzter Parkplatz würde ca. 35%  Fläche einsparen. Eine Ausweisung und entsprechend Abmarkierung von speziellen „Kleinparkern“ in jeder Parkzone könnte die Kapazität von Parkplätzen und Längsparkstreifen somit deutlich erhöhen.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Die Verwaltung nimmt mit den Betreibern der Parkhäuser Kontakt auf mit dem Ziel, in Nürnberg Anwohnerparkregelungen in den Parkhäusern zu schaffen. Die Verwaltung berichtet über die Zahl der privaten Tiefgaragenstellplätze in der Altstadt und deren tatsächliche Nutzung sowie über die Möglichkeit, evtl. auch dort eine Anwohnerparkregelung zu installieren.
  • Die Verwaltung prüft anhand der Zulassungsstatistik für Nürnberg die Anteile der Kleinstwagen unter 3,5 Meter Gesamtlänge im Vergleich zu allen zugelassenen PKW und stellt dar, wie sich diese Quote zu den derzeitig vorhandenen „Miniparkplätzen“ verhält. Es wird ein Konzept erarbeitet, wie durch eine sinnvolle Ausweitung von Kleinstwagenparkplätzen, der vorhandene Parkraum effektiver genutzt werden kann.