Zukunft Frankenstadion

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Antragsteller: Kilian Sendner
Datum: 16.02.2017


Zukunft Frankenstadion

Nachdem der bisherige Betreibervertrag für das Frankenstadion Nürnberg 2015 nach 10 Jahren Laufzeit ausgelaufen ist, wurde dem zuständigen Ausschuss vom Ersten Werkleiter erklärt, dass auf Grund eines fehlenden Anschlussvertrages die Stadt Nürnberg den Betrieb vorübergehend selbst übernehmen muss. Unter der Voraussetzung, dass sich hier zeitnah um eine Lösung bemüht wird, konnte diesem Vorgehen von Seiten der CSU-Stadtratsfraktion zugestimmt werden.

Bis auf eine kurze Information auf Nachfrage im letzten Ausschuss wurde bis heute leider weder eine Lösung des Problems noch ein klarer Fahrplan zu dessen Lösung vorgestellt.  Da der Betrieb des Frankenstadions den städtischen Haushalt mit aktuell ca. 2 Mio. € pro Jahr - bei steigender Tendenz - belastet, scheint hier eine gewisse Dringlichkeit gegeben zu sein.

Zwischenzeitlich konnte den lokalen Medien entnommen werden, dass ein neuer Partner für die Namensgebung gefunden werden konnte. Da die Vermarktung des Namensrechts durchaus auch ein für einen potentiellen Betreiber interessantes Asset hätte sein können, stellt sich hier nun die Frage, wie sich dieser Abschluss auf eine Vermarktung der Betreiberschaft auswirken wird? Vor allem vor dem Hintergrund der schwierigen Anschlussvermarktung nach einer möglichen Umbenennung in „Max-Morlock-Stadion“ scheint dieser Punkt von Bedeutung zu sein.

Darüber hinaus war ebenfalls der Presse zu entnehmen, dass der Oberbürgermeister mittlerweile die Interessenbekundung für die Ausrichtung von Spielen bei der Fußball-EM 2024 bereits beim DFB eingereicht hat. Um hier realistische Rahmenbedingungen für einen Zuschlag zu schaffen, müssten sicherlich umfangreiche Investitionen in das Stadion getätigt werden, die ebenfalls bei der Wahl eines Betreibers Berücksichtigung finden sollten.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im Zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

Die Verwaltung

  • berichtet darüber, warum eine Ausschreibung/Vergabe der Betreiberschaft  bisher nicht erfolgt ist
  • legt einen Fahrplan vor, der die einzelnen Etappen für die Findung eines neuen Betreibers mit genauen Angaben der zeitlichen Abläufe beinhaltet
  • stellt weiterhin einen Plan zur Bewerbung als Austragungsort der EM 2024 vor. Dieser sollte sowohl zeitliche Bezugspunkte beinhalten, wie auch eine grobe Übersicht über die Kosten, die hier auf die Stadt zukommen würden.