Elektromobilität fördern

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Antragsteller: Marcus König
Datum: 07.08.2017


Elektromobilität fördern

Die Nutzung von Elektrofahrzeugen in Nürnberg bewegt sich leider noch auf einem sehr niedrigen Niveau – nur wenige hundert E-Autos sind in der Stadt zugelassen. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, allen voran sicher die noch sehr hohen Anschaffungskosten im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Nichts desto trotz spielen die Rahmenbedingungen für die Entscheidung zur Elektromobilität eine nicht zu vernachlässigende Rolle. So können durch kostenlose Parkplätze oder ein gutes Netz von Lademöglichkeiten Anreize geschaffen werden, sich für ein E-Auto zu entscheiden.

Andere Städte in Deutschland bieten z.B. grundsätzlich kostenloses Parken auf den städtischen Stellplätzen. So zum Beispiel in Hannover, Stuttgart oder Jena. Zum Teil werden öffentliche Parkplätze – insbes. im Innenstadtbereich – auch mit Ladesäulen ausgestattet.

Zuletzt wurde im Juli 2016 im Verkehrsausschuss über die Förderung der Elektromobilität berichtet und verschiedene Maßnahmen dargestellt. Leider wurde seitens der Verwaltung die Einräumung von Vorteilen für E-Autos damals abgelehnt. Die seither stattgefundenen Entwicklungen – auch hinsichtlich Abgaswertmanipulationen und den daraus resultierenden Diskussionen – lassen unserer Ansicht nach eine Neubewertung der Maßnahmen zu und sollten daher auf aktuellem Sachstand diskutiert werden.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Die Stadt Nürnberg gibt ihre Parkflächen grundsätzlich zur kostenlosen Nutzung für Elektrofahrzeuge frei. Eine entsprechende Beschilderung (Elektrofahrzeuge frei) wird angebracht.
  • Die Verwaltung prüft in Zusammenarbeit mit der N-Ergie, bei welchen hoch frequentierten Parkzonen zusätzliche Ladesäulen angebracht werden können.
  • Es wird grundsätzlich über die bestehende Situation sowie die geplante Entwicklung und den Ausbau der Elektromobilitätsinfrastruktur in Nürnberg berichtet. Dabei werden sowohl die kommunalen Projekte als auch Initiativen der Privatwirtschaft berücksichtigt (z.B. Ladesäulen bei Discountern, etc. ).