Digitale Fürsorge für (Klein-)Kinder und Jugendliche

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Antragsteller: Prof. Dr. Wolfram Scheurlen
Datum: 22.09.2017


Digitale Fürsorge für (Klein-)Kinder und Jugendliche

Die Zahlen internetabhängiger Jugendlicher und junger Erwachsener steigen rasant - mittlerweile gehen Experten von etwa 600.000 Internetabhängigen und 2,5 Millionen problematischen Nutzern in Deutschland aus.

Die jetzt vorgestellte BLIKK - Studie macht die gesundheitlichen Risiken eines übermäßigen Medienkonsums für Kinder immer deutlicher:

  • 70% der Kinder im Kita-Alter benutzen das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich.
  • Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen der Kinder. Sie reichen von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter.  Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr finden sich vermehrt Sprachentwicklungsstörungen sowie motorische Hyperaktivität bei denjenigen, die intensiv Medien nutzen.

Um dieser das Leben der Kinder nachhaltig negativ beeinflussenden Entwicklung frühzeitig vorzubeugen bedarf es einer frühen und intensiven Aufklärung der Eltern. Diese ist ebenso  wichtig wie eine Aufklärung über gesunde Ernährung oder ausreichende Bewegung.

Um diesen Sachverhalt in den Fokus des Interesses zu rücken und Daseins- und Erziehungsvorsorge der Stadt Nürnberg Rechnung zu tragen, stellt die CSU-Stadtratsfraktion folgenden

Antrag:

Die Verwaltung berichtet,

  • inwieweit das Thema „Digitale Fürsorge“ Gegenstand von Beratung und Aufklärung von Eltern in Nürnberger Kitas und Kindergärten ist.
  • Gibt es eine Sensibilisierung und Schulung der Erzieher und Betreuer in Nürnberger Kitas und Kindergärten zu diesem Thema?
  • Gibt es zu diesem Thema Schulungsangebote für Eltern, damit ihnen eine Orientierung zum Thema Mediennutzung gegeben wird?
  • Welche Maßnahmen plant die Stadt Nürnberg, der „digitalen Fürsorge“ in ausreichendem Maß Rechnung zu tragen?