Buskonzept für den Nürnberger Süden

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Antragsteller: Andreas Krieglstein
Datum: 26.10.2017


Buskonzept für den Nürnberger Süden

Das negative Ergebnis der Prüfung der Stadtbahntrassen nach Kornburg hinsichtlich der Förderfähigkeit ist ein schwerer Rückschlag für die Hoffnung auf eine bessere Nachverkehrsanbindung des Nürnberger Südens.

Zumal die Machbarkeitsstudie durchaus einen verkehrlichen Nutzen der Stadtbahn aufweist ist die Enttäuschung für die Anwohner vor Ort groß. Entgegen der Aussage der Studie – die Busanbindung sei bereits heute sehr gut – stellen wir infrage, dass Taktung und Fahrstrecke, insbesondere aus Kornburg und Worzeldorf, für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ausreichend ist. In einem Antrag vom 07.07.2017 forderten wir zusammen mit weiteren Fraktionen daher bereits die Einrichtung eines Schnellbusses für die Anbindung dieser Stadtteile.

Nach dem Aus für die Stadtbahn nach Kornburg ist es daher dringend notwendig, ein generelles, verbessertes Buskonzept für den Nürnberger Süden zu entwickeln. Nur ein attraktives ÖPNV-Angebot für die Außenbezirke bzw. die Landkreise schafft nachhaltigen Anreiz zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel.

Wie auch bereits erfolgreich für den Norden Nürnbergs umgesetzt, regen wir daher an, auch für die südlichen Stadtteile ein Buskonzept zu entwickeln, dass die Anbindung optimiert und einen Mehrwert für die Bewohner und Pendler schafft. Ziel muss sein, auch unter Berücksichtigung der Umleitungsverkehre im Rahmen des Neubaus der Hafenbrücken, spätestens zum Fahrplanwechsel 2018/2019 eine deutliche Verbesserung zu erzielen.

Unabhängig davon sollte langfristig die Option auf eine Schienenanbindung weiterverfolgt und eine Änderung der entsprechenden Bewertungsverfahren im Rahmen der Möglichkeiten befördert werden.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Die Verwaltung entwickelt zeitnah analog zum Buskonzept Nürnberg-Nord ein Buskonzept Nürnberg-Süd, das die Nahverkehrsanbindung der südlichen Stadtteile analysiert, Bedarfe ermittelt und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, um den Wegfall einer Straßenbahnanbindung zu kompensieren.
  • Konkret prüft die Verwaltung die Einrichtung von zwei Schnellbuslinien um die südlichen Ortsteile besser an die U-Bahnlinie U1 einerseits und an die S-Bahnlinie S2 Roth-Nürnberg andererseits anzubinden. Die Ertüchtigung von Park-Ride-Anlagen (z.B. S-Bahnhof Katzwang) findet Berücksichtigung.
  • In der Konzeptionierung sollen Bürgervereine, Verbände und Interessenvertretungen vor Ort an der Bedarfsermittlung beteiligt und z.B. mittels Workshops einbezogen werden.