Südbahnhof-Areal

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Antragsteller: Marcus König
Datum: 23.11.2017


Südbahnhof-Areal

Der ehemalige Südbahnhof mit seinen ca. 90 ha Fläche ist eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete der Stadt zur Schaffung von Wohnraum und hochwertigen Gewerbeflächen. Nach einer im Jahr 2014 getroffenen vertraglichen Vereinbarung zwischen Stadt und aurelis wird das Areal stufenweise in Modulen entwickelt. Im Jahr 2015 wurde einen Rahmenplanung auf Basis der Ergebnisse eines städtebaulichen Wettbewerbs beschlossen.

Zwischenzeitlich ist jedoch eine neue Lage eingetreten. Denn das Areal ist auch potentieller Standort für die neue Universität Nürnberg, deren Gründung die Bayerische Staatsregierung beschlossen hat. Die Gründung der neuen Universität ist eine einmalige Chance für Nürnberg, die absolute Priorität genießen sollte.

Dies macht eine Umplanung des Areals erforderlich, mit Ausnahme des Moduls I (im nordwestlichen Teil des Areals), indem schnellstmöglich Baurecht für Wohnungsbau geschaffen werden soll. Auf den für die übrigen Module vorgesehenen Flächen (d.h. Module II-IV und zentrale Grünfläche) müssen hingegen sämtliche Planungen auf die Bedürfnisse der neuen Universität ausgerichtet werden.

Hierunter fallen neben den eigentlichen Hochschulflächen auch Wohnflächen für Studenten auf dem Campus und Gewerbeflächen für Unternehmen, die sich auf dem Campus bzw. in Campus-Nähe ansiedeln (z.B. Spin-Offs aus der Universität heraus, Start up-Unternehmen, Gründerzentrum etc.), ebenso Erweiterungsflächen für die NürnbergMesse, die von der neuen Universität profitieren kann. Um hierfür möglichst viel Platz im Areal zu schaffen, sollte auch geprüft werden, Ausgleichsflächen außerhalb des Areals zu gewinnen.

 

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Hinsichtlich der Flächen des ehemaligen Südbahnhofs, die bislang für die Module II-IV und die zentrale Grünfläche vorgesehen waren sind sämtliche Planungen auf die Bedürfnisse der Universität auszurichten. Die laufenden Bauleitplanungen sind auf diese Priorisierung anzupassen.
  • Hierbei sind neben den eigentlichen Hochschulflächen auch Flächen für studentisches Wohnen, für Gewerbe z.B. Spin-Offs aus der Universität heraus, Start up-Unternehmen, Gründerzentrum etc.), aber auch für Erweiterungsbedarfe der NürnbergMesse vorzusehen.