Entwicklung der familiären Bereitschaftspflege in Nürnberg

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Antragsteller: Prof. Dr. Wolfram Scheurlen
Datum: 23.11.2017


Entwicklung der familiären Bereitschaftspflege in Nürnberg

Die familiäre Bereitschaftspflege ist ein unverzichtbarer Baustein in der Fürsorge und Betreuung von Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr.

Die Betreuerinnen und Betreuer nehmen sich innerhalb kürzester Zeit der kleinen und kleinsten Kinder an, deren Versorgung und Entwicklung auf Grund von psychischen Erkrankungen, Drogen- oder Alkoholmissbrauch von Müttern oder Eltern oder durch häusliche Gewalt unmittelbar gefährdet ist. Die Kinder werden in der Regel  in die eigenen Familien aufgenommen und rund um die Uhr versorgt. Wegen der problematischen Vorgeschichte der Kinder stellt die Versorgung und Erziehung dieser Kinder eine besonders anspruchsvolle Herausforderung dar.

Jüngste Berichte zeigen, dass die Zahl der Betreuerinnen und Betreuer, die sich dieser Aufgabe annimmt stagniert und sogar rückläufig ist. Diese Entwicklung ist angesichts der steigenden Zahl von  Kindern mit höchstem Entwicklungsrisiko auf dem Boden der oben geschilderten Problemkonstellationen alarmierend.

Um diesen Sachverhalt und die Bedingungen der familiären Bereitschaftspflege näher zu beleuchten stellt die CSU-Fraktion folgenden

Antrag:

Die Verwaltung berichtet über die Situation und Entwicklung der familiären Bereitschaftspflege in Nürnberg und geht im Besonderen auf folgende Fragen ein:

  • Wie hoch ist die Zahl der Betreuerinnen und Betreuer  im Rahmen der Bereitschaftspflege und wie ist die zahlenmäßige Entwicklung in den letzten zehn Jahren?
  • Wie lange werden die Kinder in der Regel in den einzelnen Familien betreut?
  • Welches sind die Anforderungen der Ausbildung und Qualifikation für die Mitarbeiter der familiären Bereitschaftspflege? Gibt es für die Mitarbeiter eine vertragliche Sicherheit?
  • Wie wird diese Leistung vergütet, was soll damit abgedeckt werden und wie ist die Entwicklung dieser Vergütung in den letzten zehn Jahren? Welche weitere Unterstützung erhalten diese Familien bei der Betreuung chronisch kranker Kinder? Wie hoch ist die Vergütung dieser Leistung im Vergleich zu einer Unterbringung von Kindern z.B. in der Kindernotwohnung?