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Quelle: http://eigene-homepage.net/cookie-hinweis

Kommunale Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit-Jugendtreff


Antragsteller: Prof. Dr. Wolfram Scheurlen
Datum: 15.01.2018


 

Kommunale Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit - Jugendtreff

In der Dezembersitzung des Jugendhilfeausschusses wurde die Wiederholungsbefragung 2016 (nach 2010/2011) von Jugendlichen in  kommunalen Einrichtungen der Offenen Kinder und Jugendarbeit der Stadt Nürnberg veröffentlicht. Die Beteiligung wurde als aussagekräftig bewertet und umfasste mehrheitlich (zwei Drittel) das Stammpublikum der Einrichtungen. Einige der Ergebnisse wurden hervorgehoben:

  • Das Durchschnittsalter des Stammpublikums stieg von 16,9 auf 18,6 Jahre, also in das junge Erwachsenenalter.
  • Die „weit überwiegende Mehrheit“ der Besucher hat je nach Stadtgebiet mit zunehmender Tendenz einen Migrationshintergrund (bis zu 90-100%) und stammt aus sozial benachteiligten Herkunftsmilieus.
  • Zwei Drittel der Besucher sind männlich.
  • Die Nutzung von Suchtmitteln und Drogen entspricht dem gesamtgesellschaftlichen deutschen Durchschnitt (einmalige bzw. regelmäßige Nutzung von Alkohol, Cannabis, NPS usw. zwischen 20 und 70%).

Die offenen kommunalen Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit erfüllen damit eine wichtige Funktion bei der Betreuung und Integration von Jugendlichen aus sozial benachteiligten Umfeldern und/oder Migrations- bzw. Flüchtlingshintergrund.

Dennoch wirft das Profil der Besucher und die Dynamik der Entwicklung  seit 2010/11 eine Reihe von Fragen auf.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

1. Wie gedenkt die Stadt wieder Kinder und Jugendliche an diese Einrichtungen zu binden, die nicht dem oben geschilderten Profil und den Konsumgewohnheiten des Stammpublikums entsprechen (jüngere Besucher, mehr Mädchen, andere soziale Schichten etc.), damit dem allgemeinen Stadtprofil von Kindern und Jugendlichen in Nürnberg wieder mehr Rechnung getragen und damit möglicherweise eine noch bessere Integration erreicht wird?

2. Wie vermittelt die Stadt den Eltern, dass ihre Kinder z.B. zwischen 12 und 15 Jahren in diesen Begegnungsstätten in jeder Hinsicht gut und positiv gefördert und unterstützt werden?

3. Welches ist das Selbstverständnis, das Profil und die zukünftige Entwicklung der angesprochenen Einrichtungen, die zu einem regelmäßigen Besuch von Jugendlichen jedes Alters, jeder (sozialer) Herkunft oder jedes  Geschlechtes führen wird?