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Quelle: http://eigene-homepage.net/cookie-hinweis

Bewohnerparken und Parkraummanagement in der Altstadt


Antragsteller: Andreas Krieglstein, Thomas Pirner
Datum: 17.08.2018


Bewohnerparken und Parkraummanagement in der Altstadt

Nach Auffassung nahezu aller Verkehrsexperten wird Parkraummanagement als eine der wichtigsten Einflussmöglichkeiten für die Gestaltung des Verkehrs in einer Stadt angesehen, insbesondere im Hinblick auf eine stadtverträgliche Bewältigung der bislang stetigen Zunahme des Kfz-Verkehrs. Dies gilt besonders für die hochverdichteten Kerngebiete der Nürnberger Altstadt.

Ein wichtiger Baustein ist das Bewohnerparken, damit sollte Bewohnern städtischer Quartiere mit Mangel an privaten Stellplätzen und hohem Parkdruck ermöglicht werden, Stellplätze im öffentlichen Straßenraum in fußläufig zumutbarer Entfernung zur eigenen Wohnung zu finden. Diese Regelung muss jedoch auf die örtliche Situation eingehen und mit dem gesamtstädtischen Parkraumkonzept (P+R, Parkhäuser, Parkleitsystem) abgestimmt sein, um Parkprobleme nicht in andere Gebiete zu verlagern.

Als Zukunftsbild für die Nürnbergs Altstadt sieht die CSU die Entwicklung eines integrierten Konzepts, das die Anforderungen der Bewohner genauso berücksichtigt wie der Wirtschaft, insbesondere des Handels, Handwerks und Tourismus. Die Bedeutung Nürnbergs als „gut erreichbare Einkaufsstadt“, sollte durch die Vermarktung des attraktiven Angebots an Parkhäusern und der sehr guten ÖPNV-City-Anbindung weiter gestärkt werden.

Die städtebaulich geplanten Veränderungen von Plätzen in der Altstadt, wie Hans-Sachs-Platz/Obstmarkt, Egidienplatz, Weinmarkt sowie Nägeleinsplatz führen voraussichtlich zu einer Abnahme an Stellplätzen. Dies darf jedoch nicht zu Lasten der Bewohner der Altstadt erfolgen. Deshalb sind alternative Konzepte zu prüfen und im weiteren Planungsprozess zu berücksichtigen.

Dabei muss eine breite Palette an Möglichkeiten einbezogen werden, Parkraum für Anwohner besser und unkompliziert verfügbar zu machen.  Altstadtbewohnern nächtlich ungenutzte Parkauskapazitäten günstig zur Verfügung zu stellen - wie von der CSU bereits 2016 in einem Antrag vorgeschlagen - ist dabei ein Baustein, der von der Verwaltung offensiver angegangen werden muss. Ebenso könnte mit einer besonderen städtischen „Parkplakette“ die Nutzung von gebührenpflichtigen Parkplätzen für Anwohner kostenlos freigegeben werden. Dies würde die Situation deutlich entspannen und könnte den Wegfall von Anwohner- und unbewirtschafteten Parkplätzen kompensieren.

Daher stellt die CSU-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

Die Verwaltung entwickelt, unter Berücksichtigung der in der Begründung genannten Möglichkeiten, ein integriertes Konzept für das Bewohnerparken und das Parkraumraummanagement in der Nürnberger Altstadt.

Dabei werden die Anforderungen der Bewohner genauso berücksichtigt wie die der Wirtschaft, insbesondere des Handels, Handwerks und Tourismus. 

Vor Umsetzung des neuen Konzepts werden die Bewohner der Gebiete und betroffene Unternehmen über die Ziele informiert und eigebunden. Für eine hohe Akzeptanz müssen die Regeln einfach, transparent und nachvollziehbar sein.