Stärkung des VGN-Firmenabos für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe


Antragsteller: Andreas Krieglstein

Datum: 19.03.2019


Stärkung des VGN-Firmenabos für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe

Ein Verkehrswechsel ohne Zwang ist durch eine klare Verbesserung der Alternativen zum Auto möglich. Neben den Rad-Aktivitäten steht für die CSU dabei der ÖPNV an vorderster Stelle. Er ist ganzjährig einsetzbar und hat die Kapazität wirklich das „Weg-vom-Auto“ zu ermöglichen. Deshalb steht die CSU z.B. ohne „Wenn und Aber“ zur Kapazitätsausweitung des ÖPNV durch neue U-Bahnen und Straßenbahnlinien.

Es gilt aber auch die wirtschaftlichen Bedingungen attraktiv zu halten. Daher haben wir schon mehrfach Anregungen gegeben, den ÖPNV z.B. über das Einfrieren der Einzelkarten per Handyticket und der 4-er Fahrkarte aus dem Automatismus des ständigen Anstiegs herauszunehmen. Ein weiteres Ziel war auch die weitere Verbreitung des Job-Tickets. Wir wollen das Job-Ticket für alle Arbeitsplätze und nicht nur für Großbetriebe.

Ein weiteres Problem sind bürokratische Hindernisse. Betriebe, die erstmalig in das Ticket einsteigen wollen, müssen viele Voraussetzungen, wie bespielweise eine Mindestabnahmemenge von 50, erfüllen. Auf die beiliegende Aufstellung aus den Tarifbestimmungen nehmen wir Bezug.

Außerdem stellt die Neukundenregelung mit 20% ein Hindernis dar (s. Tz 3.2.1 Nr. 2). Viele Betriebe haben Mitarbeiter, die schon den ÖPNV nutzen. Zusammen mit einigen neuen Kollegen und Kolleginnen würde sehr oft eine Quote von 20-40% der Mitarbeiter erreicht werden. Die Zahl der Umsteiger/Neukunden ist aber nicht immer gleich bei den geforderten 20% der ÖPNV-Nutzer. Die Betriebe müssten dann Teile der Stammfahrer ausschließen, um mit dem Ticket starten zu können. Oft wird deshalb auf ein Job-Ticket verzichtet in den Firmen. Das ist nicht sinnvoll und die Regelung sollte gestrichen werden.

Die CSU Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

1.)     Die Verwaltung und der VGN berichten über den Stand der Umsetzung des Job-Tickets für kleinere Betriebe.

2.)     Die Vertreter der Stadt/VAG in den Tarifgremien des VGN werden ersucht, den Vorschlag einzubringen, die 20 %-Regelung und die Mindestanzahl von 50 Tickets für neue Teilnehmerfirmen im Job-Ticket  zu streichen.