Entwicklung des ÖPNV in Nürnberg und der Metropolregion


Antragsteller: Andreas Krieglstein, Kilian Sendner

Datum: 13.05.2019


Entwicklung des ÖPNV in Nürnberg und der Metropolregion

Wir begrüßen die durch den Freistaat zugesagte zusätzliche Förderung des ÖPNV in unserer Stadt und der Metropolregion. Zusätzliche 12,8 Mio. € pro Jahr schaffen Spielraum, sowohl die Preise zu stabilisieren, als auch zukunftsorientierte Projekte und Verbesserungen für die Kunden auf den Weg zu bringen. Ziel muss dabei immer sein, den Nahverkehr weiter attraktiver zu machen um möglichst viele Menschen für einen Umstieg zu begeistern.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellte bereits am 14.01.2019 den Antrag, Nürnberg zu einer Modellregion zu entwickeln und hier nicht nur das mittelfristige Ziel eines 365-€-Tickets im Pilotversuch zu realisieren, sondern auch innovative Ansätze für gerechtere und kundenfreundliche Tarife zu entwickeln.

Das jährliche Potential einer 12,8 Mio. € - Förderung sollte daher keinesfalls ausschließlich in eine möglichst große Ticketpreissubvention fließen, sondern vor allem auch für die Umsetzung von neuen Tarifmodellen genutzt werden.

Ergänzend zum vom Freistaat bereits für nächstes Schuljahr als Pilot vorgesehenen 365-€-Jugendticket für alle Schüler und Auszubildende, schlagen wir vor, das „9-Uhr-Abo“ der VAG auf einen Preis von 30 € monatlich zu senken. Damit könnten wir faktisch ein 365-€-Jahresticket anbieten, das insbesondere auch Senioren zugutekommen wird. Die Abdeckung der beiden Zielgruppen „Jung und Alt“ mit diesem Angebot wäre ein großer Schritt auf dem Weg zum Ziel des 365-€-Tickets.

Mit den verbleibenden Fördermitteln gilt es, die Tarifstruktur deutlich zu vereinfachen und insbesondere im Bereich der E-Tarife und E-Tickets Lösungen zu erarbeiten, die mehr Gerechtigkeit und Benutzerfreundlichkeit – z.B. durch eine „Best-Tarif-Automatik“ oder kilometergenaue Abrechnung oder elektronische Bonussysteme – bieten. Ziel dabei ist es, möglichst ohne vorheriges „Studium“ der Tarifstruktur, unkompliziert von A nach B zu fahren und dabei sicher zu sein, immer den günstigsten Tarif zu nutzen.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Die VAG entwickelt gemeinsam mit dem VGN ein Realisierungskonzept, wie möglichst zeitnah die zusätzliche Förderung des Freistaates im Sinne der in der Begründung formulierten Ziele eingesetzt werden können.
  • Dabei soll die Senkung des Preises für das „9-Uhr-Abo“ auf 30 € pro Monat kalkuliert und umgesetzt werden, damit bereits zur Einführung des 365-€-Jugendtickets ein äquivalentes Angebot zur Verfügung steht.
  • Daneben wird im Verkehrsverbund eine Umgestaltung der Tarifstruktur auf den Weg gebracht, die neben einer generellen deutlichen Vereinfachung die Möglichkeiten von E-Tarifen und E-Tickets optimal nutzt.