"Handicap-Spielplatz" für Nürnberg


Antragsteller(in): Rita Heinemann, Marcus König

Datum: 06.02.2019


„Handicap-Spielplatz“ für Nürnberg

Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung, die Möglichkeit, dass jeder alles mitmachen kann, das ist das Ziel und die Bedeutung von Inklusion. Gerade für Menschen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist dies oft noch schwer zu erreichen. Insbesondere auch die Benutzung von herkömmlichen Freizeit- und Spielgeräten ist meist schwierig oder gar unmöglich. So auch das einfache Erlebnis des Schaukelns oder Karussellfahrens auf einem Spielplatz.

Neben der schlichten Möglichkeit Spaß zu erleben, sind auch positive neurologische Auswirkungen (z.B. des Schaukelns) bei einigen Krankheitsbildern bereits wissenschaftlich untersucht.

In unserer Stadt gibt es nur wenige rollstuhlgeeignete Spielgeräte für physikalische Erlebnisse, wie z.B. das Rollstuhlkarussell auf dem Freigelände des Klinikums Nürnberg Süd.

Der Verein „Rolli Treff Franken e.V.“, der Rollstuhl- und Mobilitätstrainings für Kinder, Jugendliche und Erwachsene organisiert, hat großes Interesse die erste Rollstuhlschaukel in Nürnberg umzusetzen. Für die Anschaffung und Installation an sich wurden bereits Spenden eingeworben, lediglich ein entsprechendes Gelände zur Aufstellung ist noch nötig.

Da der Verein über keine eigenen Flächen verfügt und zudem die öffentliche Nutzbarkeit für alle Rollstuhlfahrer gewährleistet werden soll, bietet sich an, die Rollstuhlschaukel auf einer Fläche der Stadt Nürnberg oder einer ihrer Eigenbetriebe oder Töchter zu realisieren.

Die erforderlichen Mittel i.H.v. 30.000 € würden vom Verein zur Verfügung stellt, um ein öffentlich zugängliches „Spielgerät“ zu finanzieren. Daher sollte hier auch die Anwendung der „aus Eins mach Drei“ - Spielplatzförderung greifen und die Stadt zusätzliche Ausstattung finanzieren. Auf diese Weise könnte ein kleiner Handicap-Spielplatz in Nürnberg entstehen.

Neben dem Ziel, möglichst viele Spielplätze integrativ zu gestalten und neben herkömmlichen Spielgeräten auch ein breites Angebot für Kinder mit Behinderung zu schaffen, wäre ein solcher Rollstuhl-Spielplatz ein sinnvolles Spezialangebot an diese Zielgruppe. Optimalerweise kann dies auf oder in räumlicher Nähe von bereits vorhandenen (Kinder-)Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden.

Daher stellt die CSU-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

Die Verwaltung prüft die Einrichtung eines „Handicap-Spielplatzes“, der sowohl Kindern als auch Erwachsenen die Möglichkeit bietet, mit speziellen rollstuhlgeeigneten Geräten das Schaukeln oder Karussellfahren zu erleben.

Dabei werde unter Anwendung der „aus Eins mach Drei“ – Spielplatzförderung die von Vereinen oder aus Spenden dafür zur Verfügung gestellten Mittel durch die Stadt verdreifacht.

Die Verwaltung stellt ein geeignetes Gelände zur Verfügung und betreibt den Erlebnisplatz.