Forcierte qualitative Weiterentwicklung der Krippen- und Kindergartenversorgung

In der ersten Sitzung des JHA der aktuellen Stadtratsperiode wurde die prospektive kleinräumige Bedarfsentwicklung von Versorgungsplätzen von KiTa, Tagespflege und Kindergarten vorgestellt.

Dabei zeigt sich, dass in den neu vorgestellten zehn Planungsregionen insbesondere in der Nürnberger Südstadt, im Westen und z.T. im Norden Nürnbergs eine dreistellige Unterversorgen besteht bzw. sich innerhalb der nächsten Jahre entwickeln wird.

Das ist zum einen ein rein quantitatives Problem von Betreuungseinrichtungen, das sich bekannter Weise in den fehlenden umsetzbaren Betreuungseinrichtungen, Immobilien oder Baugrundstücken gründet.

Auf der anderen Seite ist festzustellen, dass gerade in den angesprochenen Regionen auf Grund der dort bestehenden Bildungs- und Sozialstrukturen die frühkindliche Bildung auch außerhalb der Familien von allergrößter Bedeutung ist, um den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen einigermaßen gleichwertige Bildungschancen zu ermöglichen.

Ist dies nicht gewährleistet, so erhöht sich die Gefahr, dass sich bildungspolitische und sozialpolitische Probleme und Defizite über weitere Generationen „vererben“. Dieses Problem ist nicht hinnehmbar.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  •  Das Jugendamt stellt die aktuellen Aktivitäten dar, wie in welchen Bereichen in Form von Notprogrammen der Problematik kleinräumig (!) entgegengewirkt wird.
  • Welche der oben angesprochenen Bereiche werden noch nicht hinreichend erfasst?
  • Das Jugendamt entwickelt kurzfristig weitere Konzepte, wie die frühkindliche Bildung von Kindern und Jugendlichen vorrangig in den oben angesprochenen Regionen verbessert werden kann. Dies kann z. B. darin bestehen, dass größere Aktivitäten bei kindgerechten Transporten in andere Einrichtungen entwickelt werden.

Details

Datum

22. Juni 2020

Antragsteller

Kontakt

w.scheurlen@icloud.com

Bearbeitungsstatus

offen