Geriatrische tagesklinische Versorgung in Nürnberg

Die Betreuung von pflegebedürftigen Senioren im häuslichen Umfeld ist aus psychologischer, sozialer und auch finanzieller Hinsicht einer vollständigen Betreuung z.B. in einem Seniorenheim vorzuziehen. Diese Form der häuslichen Seniorenbetreuung fordert das meist familiäre Umfeld in sehr hohem Maß und ist oft mit hohem Verzicht der Betreuenden verbunden.

Eine zumindest partielle Entlastung der Pflegenden kann im Rahmen einer geriatrischen tagesklinischen Betreuung erfolgen. Hier ist auch die Möglichkeiten geboten, in einem tagesstationären Umfeld die kontinuierlich im häuslichen Umfeld notwendige medizinische Versorgung ggf. zu korrigieren und zu optimieren. Damit ist es auch im größten Interesse der Stadt Nürnberg, für diese Gruppe von Mitbürgern eine bestmögliche Versorgung zu schaffen.

Die Lokalpresse berichtete jüngst, dass das Klinikum Nürnberg die Zahl der Betten in der geriatrischen Tagesklinik von ursprünglich 40 auf nunmehr 15 Betten reduziert hat. Dies ist eine Entwicklung, die in den Seniorenverbänden für Unruhe gesorgt hat. Als Begründung für die Bettenreduktion wurde eine mangelnde Nachfrage, eine Personalknappheit und eine unzureichende Finanzierung der Versorgung durch die Kostenträger genannt.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  • Die Verwaltung berichtet über die Zahl, Verfügbarkeit und Auslastung tagesklinischer geriatrischer Betreuungsplätze aller Träger in Nürnberg.
  • Die Verwaltung vergleicht diese Zahlen mit den Zahlen anderer Großstädte gleicher Größe und Struktur in Deutschland.
  • Die Kostenträger (z.B. AOK, TKK, BKK) berichten über die Vergütungsstruktur einer geriatrischen tagesklinischen Versorgung. Dies wird den finanziellen Bedürfnissen der medizinischen Anbieter gegenübergestellt.

Details

Datum

28. Februar 2023

Antragsteller

Kontakt

w.scheurlen@icloud.com

Bearbeitungsstatus

offen

Ausschussunterlagen

GeshA SozA