Kleiner Beutenkäfer

Im Stadtgebiet von Nürnberg haben auch heute noch viele Imker ihre Bienenstöcke aufgestellt und ernten Honig, wie dies in der Region seit Jahrhunderten Tradition ist und ganze Wirtschaftszweige entstehen ließ. Bekannt sind mehr als 700 gemeldete Standorte im Stadtgebiet, an denen heute Honigbienen untergebracht sind und aufwendig betreut werden.

Die Imker machen darauf aufmerksam, dass der sog. Kleine Beutenkäfer in naher Zukunft aus den südlichen Nachbarländern eingeschleppt wird. Staatliche Stellen haben bereits mit hohem finanziellen Aufwand ein sog. „Sentinel-Programm“ (Wächtervölker im 25-km-Abstand ganzflächig für Bayern) umgesetzt, um eine Früherkennung zu ermöglichen.

Wegen der erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen mit einer totalen Vernichtung der befallenen Bienenstände, einhergehend mit einer aufwändigen chemischen und thermischen Bodensanierung kann dies möglicherweise zum Totalverlust aller Honigbienenstände im Stadtgebiet führen.

Auf die betroffenen Imker können im Schadensfall hohe Sanierungskosten (> 10.000, — €) zukommen, die nicht versicherbar sind und von den Imkern selbst getragen werden müssen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass bereits im Vorfeld eines nachgewiesenen Befalls die Bienenvölker aufgegeben werden.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

Die Stadtverwaltung berichtet im zuständigen Ausschuss über die Einschätzung der Gefährdung durch den Kleinen Beutenkäfer, erforderliche Vorsorgemaßnahmen und die Möglichkeiten zur Bekämpfung dieses Insekts sowie die Auswirkungen der Bekämpfungsmaßnahmen auf die Haltung der Honigbienen im Stadtgebiet Nürnberg.

Die Imker und Imkervereine im Stadtgebiet sind über die Bedrohungslage sowie die möglichen Bekämpfungsmaßnahmen zu unterrichten.

Details

Datum

27. Januar 2020

Antragsteller

Kontakt

o.heimbucher@dr-heimbucher.de
0911 / 50 44 44

Bearbeitungsstatus

offen