Park & Ride – Gesamtkonzept

Manche Pendler können aktuell ihr Auto auf einer der Park & Ride – Anlagen kostenlos für maximal 48 Stunden abstellen und sich dann bequem und sicher mit Bus oder Bahn zu ihrem Ziel in die Stadt chauffieren lassen. In Nürnberg gibt es bisher elf Park & Ride-Anlagen mit über 1.000 Parkplätzen. Aufgrund des Bauzustands wird das Parkhaus in Röthenbach im Februar 2020 geschlossen und die Anlage an der Bauernfeindstraße kann aufgrund der Neugestaltung der Verkehrswege im Areal Brunecker Straße nicht weiter betrieben werden.

An anderen Stellen, u.a. Am Wegfeld ist der Bedarf bereits höher als das Angebot. In Kornburg Süd an der Buswendeschleife befindet sich ein nicht sehr einladender und an sich auch nicht auf den ersten Blick erkennbarer Parkplatz. Dieser Parkplatz aus Schotter weist tiefe Mulden auf müsste dringend besser befestigt werden. Ebenso sollte eine helle Beleuchtung den Platz sowie den Weg vom und zum Bus sicherer machen.

Darüber hinaus sind bei allen Park & Ride – Anlagen sukzessive überdachte Fahrradstellplätze und E-Ladestationen für Autos fest einzuplanen. Diese Punkte sind auch Teil eines attraktiven ÖPNV-Angebotes in Nürnberg und der Region, um es den Menschen leichter zu machen und sie zum Umstieg auf Bus und Bahn zu motivieren.

Aus unserer Sicht ist unter Beteiligung der Nachbarkommunen in der Metropolregion Nürnberg und unter Mitwirkung der Mobilitätsanbieter (VAG etc.) ein Gesamtkonzept P+R zu entwickeln. Ziel muss sein, Pendler den Umstieg vom Rad oder Auto auf den ÖPNV besser zu ermöglichen. Die Steigerung der Attraktivität unser P & R – Anlagen ist durch eine Marketingkampagne zu begleiten.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

  1. Die Verwaltung berichtet über den baulichen Zustand und das Angebot der P+R-Anlagen in Nürnberg und der Region
  2. Die Verwaltung prüft die Einrichtung von zusätzlicher Ladeinfrastruktur, insbesondere an den hoch frequentierten Parkzonen, z.B. an den Park+Ride-Parkplätzen Am Wegfeld, in Laufamholz, Mögeldorf, Frankenstadion, Herrnhütte, Röthenbach, Reichelsdorf, Katzwang und Fischbach.

    Weitere Standorte für zusätzliche P&R – Anlagen sind zu prüfen, so z.B. in Gebersdorf. Parkplätze wie Kornburg Süd und der S-Bahnhof Katzwang sind dringend zu ertüchtigen.

  3. Im Bereich Digitalisierung des Verkehrssystems und in der Vernetzung mit dem ÖPNV sind Mobilitätsstationen in Nürnberg notwendig. Diese Mobilitätsstationen sollten aus Stellplätzen für Carsharing-Fahrzeuge, Radständern, ggf. einer Fahrradverleihstation und einem Taxistandplatz bestehen sowie mit Ladesäulen für Autos und Fahrräder ausgestattet sein. Diese Stationen sind ebenso an Straßenbahn- oder U-Bahnhaltstelle in der Stadt einzuplanen.
  4. Die Verwaltung entwickelt unter Beteiligung der Nachbarkommunen in der Metropolregion Nürnberg und Mitwirkung der Mobilitätsanbieter (VAG etc.) ein Gesamtkonzept, um Pendler den Umstieg vom Rad oder Auto auf den ÖPNV besser zu ermöglichen und zur Steigerung der Attraktivität unser P+R-Anlagen.

Details

Datum

3. Februar 2020

Antragsteller

Kontakt

csu@stadt.nuernberg.de
0911 / 231-2907

Bearbeitungsstatus

offen