Zukünftige Entwicklung Stadion und Umfeld

Das Max-Morlock-Stadion ist in die Jahre gekommen. Als Eigentümerin müsste die Stadt Nürnberg allein für den Substanzerhalt und den Erhalt der „Bundesligatauglichkeit“ im kommenden Jahrzehnt bis zu 30 Millionen Euro investieren. Dadurch würde jedoch die Eignung für moderne (Sport)events nicht verbessert, sondern letztlich nur der Status Quo erhalten werden.

Zu Investitionen in das Stadion hat sich die Stadt grundsätzlich bereiterklärt. Denn ein Stadion auf der Höhe der Zeit gehört zur sportlichen, großstädtischen und kulturellen Identität Nürnbergs.

In der aktuellen finanziellen Lage erscheint es für die Stadt jedoch nur schwer vorstellbar, das Stadion aus eigener Kraft über den Substanzerhalt hinaus zu modernisieren. Im Gegensatz zum Substanzerhalt, stellt der Umbau zu einer flexibel vermarktbaren Multifunktions-Arena keine alleinige städtische Aufgabe dar.

Daher müssen neue Wege gefunden werden, wie das Ziel einer neuen und modernen Sport- und Eventstätte trotzdem erreicht werden kann. Dabei sollen unvoreingenommen alle Möglichkeiten, z.B. vom Verkauf auf der einen Seite, bis zur Sanierung in Eigenregie auf der anderen Seite, mit allen Varianten dazwischen untersucht und gegenübergestellt werden.

Letztlich muss ein Konstrukt gefunden werden, das zum einen die zeitgemäßen Anforderungen einer internationalen Sportspielstätte erfüllt, zum anderen aber auch die Möglichkeit einer zusätzlichen Nutzung – wie etwa Kongresse, Forschung, Entwicklung oder Kultur – ermöglicht.

Eine künftige Entwicklung kann insbesondere auch der Stärkung des Volkspark Dutzendteich als größte öffentlich zugängliche Freizeit-und Sportfläche der Stadt dienen und diesen bei entsprechender Integration des Projekts noch attraktiver machen.

Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

Die Verwaltung prüft, welche Möglichkeiten es gibt, das Ziel einer neuen multifunktionalen Sportarena unter Einbeziehung privater Investoren realisieren zu können.

Dabei sind neben Überlegungen für die Gestaltung der Arena an sich, auch ergänzende Zusatznutzungen im Umfeld des Stadions zu betrachten, um den späteren Komplex durch Quersubventionierungen auch rentabel betreiben zu können.

Hierbei sollte nicht nur der Betrieb, sondern ggf. auch der Bau und Unterhalt dieser multifunktionalen Einrichtung durch Dritte geprüft wird. Ob letztlich eine städtische Beteiligung sinnvoll und wirtschaftlich darstellbar ist, muss ein Gutachten erläutern.

Details

Datum

13. Dezember 2021

Antragsteller

Kontakt

kiliansendner@t-online.de
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0911 / 25 38 53 98

Bearbeitungsstatus

offen